Barrieren erleben und verstehen – Projekt „Inklusion vor Ort“ beim Tag der Inklusion in Gronig

Beim Tag der Inklusion des Jugendbeirats Oberthal in Gronig stand das gemeinsame Erleben und Verstehen von unterschiedlichen Einschränkungen im Mittelpunkt. Mit dabei war auch das Projekt „Inklusion vor Ort“, das Besucher*innen mit einem abwechslungsreichen Barrierefreiheitsparcours zum Mitmachen einlud.

An verschiedenen Stationen konnten die Teilnehmer*innen selbst erfahren, mit welchen Herausforderungen Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen im Alltag konfrontiert werden. So galt es beispielsweise, mithilfe eines Spiegels Texte in Spiegelschrift zu schreiben, um die Schwierigkeiten von Menschen mit Legasthenie nachzuempfinden. Weitere Aufgaben und Spiele verdeutlichten unterschiedliche Sinneswahrnehmungen und Einschränkungen auf anschauliche und praxisnahe Weise.

Betreut wurde der Parcours von Anne Kiefer vom Landkreis St. Wendel sowie Jerome Laubenthal von der Lebenshilfe St. Wendel. Zahlreiche Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, die Stationen auszuprobieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Barrieren sichtbar zu machen und Verständnis für die Lebensrealitäten anderer Menschen zu fördern.

„Inklusion gelingt dann besonders gut, wenn Menschen die Möglichkeit haben, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen und eigene Erfahrungen zu sammeln“, betont Jerome Laubenthal. „Unser Parcours soll dazu beitragen, Berührungsängste abzubauen und das Bewusstsein für Barrierefreiheit und Teilhabe zu stärken.“

Der Tag der Inklusion bot nicht nur Informationen rund um das Thema Teilhabe, sondern schuf auch zahlreiche Begegnungen und praktische Erfahrungen, die zum Nachdenken anregten. Das Projekt „Inklusion vor Ort“ leistete mit seinem Mitmachangebot einen wertvollen Beitrag dazu, Inklusion erlebbar zu machen und das Verständnis für die Belange von Menschen mit Behinderung zu fördern.