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Sommerfest der Lebenshilfe 2017

In farbenfroher Kleidung und mit klassisch roter Nase lassen die beiden Clown Lemonella und Finou la Brioche eifrig Rasseln im Festzelt der Lebenshilfe St. Wendel erklingen und necken die Besucher. Neugierig flitzt auf einmal die kleine Hannah Steffen zu ihnen und erhascht ein Musikinstrument. "Ihr scheint es zu gefallen", sagt ihr Vater David Steffen und lacht.

Sie sind zwei von mehreren Tausend Besuchern des Sommerfestes der Lebenshilfe St. Wendel. "Das Fest ist einfach etwas für Groß und Klein und seitdem es in den Achtziger Jahren ins Leben gerufen wurde immer sehr beliebt", beschreibt Verwaltungsleiter Bruno Marx. Beim Fest gestalten sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung ein vielseitiges Programm.

"Das Programm beginnt immer mit einem Wortgottesdienst. Anschließend werden Musikbeiträge, Tänze und Kinderunterhaltung geboten", erklärt Lebenshilfe-Mit-Geschäftsführer Peter Schön. Diesmal treten im Zelt die Samba-Gruppe, die Zumba-Gold-Gruppe, die FZG-Gruppe mit einer Theater- und Hundevorführung, Sänger der Lebenshilfe, der Theaterverein Sötern, die HOP-Tanzschule Stage, der Chor Harmonie und Sonnenschein, Alex Sander und die beiden Clowns auf. Parallel dazu können Besucher an einem Stand selbst gestaltete Kunstwerke der Bewohner bestaunen, sich in der Sport- und Kulturhalle mit Essen versorgen oder übers Außengelände des Kindergartens bummeln. Dort gibt es vor allem für die Kleinen jede Menge Abenteuer.
   Während Schminke und Zöpfeflechten bei den Mädchen beliebt sind , versuchen sich die Jungen an Torwandschießen, toben auf den Kletteranlagen, basteln Buttons oder stehen am Kistenkletternstand Schlange.
   Dort werden Getränkekisten übereinandergestapelt und die Kinder müssen den immer höher werdenden Turm erklimmen. "Dabei sind sie durch einen Helm und mit Sicherheitsgurt und an einem Seil gesichert", erklärt Eric Baumann von der Lebenshilfe. Dieses wird von der Feuerwehr jeweils nach oben gezogen. "Unser Höhepunkt in all den Jahren waren einmal 22 Kisten", schwärmt Baumann. Der kleine Dante Buffone schafft es diesmal auf knapp acht Kisten, bevor er gut abgefedert nach unten fällt. "Das war toll", ruft er.

Nebenan flechten die beiden Lebenshilfe-Mitarbeiterinnen Magdalena Morsch und Vanessa Oberer den beiden Mädchen Laura Weyrich und Klara Puhr bunte Fäden in die Haare. "Die beiden konnten es kaum abwarten hier zu sein", sagt Lauras Mutter Jeannette Spitzner und lächelt. "Uns gefällt es hier sehr gut. Das Programm ist sehr gelungen und ich finde es wichtig, so eine gute Sache auch zu unterstützen", so Spitzner.
   Dem stimmt auch Peter Schön zu. "Die Intention hinter dem Fest ist es, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung austauschen und sich alle hier wohlfühlen. Eine weitere Besonderheit ist es, dass Menschen mit Behinderung durch Bühnenauftritte einmal richtig im Mittelpunkt stehen. Viele genießen das und freuen sich über den Zuspruch", so Schön. Es solle gezeigt werden, dass es gut ist, sich trotz Handicap nicht zu verstecken und keine Berührungsängste zu haben.

 

Text: Eva Backes (SZ vom 07.07.2017)
Fotos: Joachim Krass